Die ADFC-Routenpaten auf Herbsttour mit der Ammerland-Touristik (v.l.n.r.): Werner Trauernicht, Friedhard von Seggern, Egon Onnen, Frank Bullerdiek, Achim Becker, Martin Behrendt, Klaus Peter Mensing, Gudrun Behrendt, Roland Renken, Erwin Gertje, Enno Edzards. © Landkreis Ammerland

Jede Menge Arbeit für die Ammerländer Routenpat*innen

 

Die Neuinstallation des Radverkehrssystems mit Knotenpunkten hat den Routenpat*innen des ADFC Ammerland in diesem Jahr ein ergiebiges Arbeitsfeld beschert. Der Landkreis zieht in seiner Pressemitteilung ein erstes Fazit.

 

Die Neuinstallation des Radverkehrssystems mit Knotenpunkten nach niederländischem Vorbild hat den Routenpaten des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) in diesem Jahr ein ergiebiges Arbeitsfeld beschert. Die Routenpaten sind alle fünfzehn neuen Themenrouten und die Ammerlandroute abgefahren und haben die Beschilderung auf Herz und Nieren geprüft. Die umfangreichen Protokolle und Fotodokumentationen ermöglichten es der Ammerland-Touristik die gemeldeten Mängel kurzfristig selbst zu beheben oder an die ausführende Montagefirma weiterzuleiten.

„Die Routenpaten haben großartige Arbeit geleistet und neben den Routen auf rund 800 Kilometern auch noch die Netz- und Knotenpunktwegweisung überprüft. Viele kleinere Mängel konnten so sehr schnell behoben werden, bevor sie Irritationen bei unseren Gästen auslösen konnten. Das hätten wir allein niemals leisten können “, freut sich Frank Bullerdiek, Chef der Ammerland-Touristik über das große ehrenamtliche Engagement. Er hat in den letzten Wochen mit vielen Nutzern des neuen Systems gesprochen und festgestellt, dass vor allem die Qualität des neuen Knotenpunktsystems sehr viele begeisterte Anhänger gefunden hat.

Er sieht aber durchaus noch Handlungsbedarf in der Zukunft. „Die Routenpaten haben uns auf einige sehr schmale und schlecht befahrbare Streckenabschnitte hingewiesen, die noch saniert werden müssen. Zudem wollen wir alle Schutzhütten und Rastplätze entlang der Rad- und Wanderrouten katalogisieren und veröffentlichen. Problematisch sind auch fehlende Sanitäranlagen im ländlichen Raum“, betont Bullerdiek. Zu diesem Thema finden gerade Gespräche mit den Ortsbürgervereinen statt, um die Toiletten in den Dorfgemeinschaftshäusern für Radler zu öffnen.

„Aber grundsätzlich jammern wir im Ammerland auf einem sehr hohen Niveau. Viele meiner Kollegen in den benachbarten Landkreisen wären sehr froh, wenn sie unseren Qualitätsstandard im Radtourismus erreichen würden“, so Bullerdiek.

Quelle: Landkreis Ammerland

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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